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(Bericht: Urs von Wyl, Spielleiter)

Details der einzelnen Runden in den verschiedenen Kategorien sind auf Chess-Results.com einzusehen.

Kategorie A   -   Kategorie B   -   Kategorie C

Traditionsgemäss findet in der Zeit über Allerheiligen in Luzern ein international ausgeschriebenes Schachturnier statt, das vom ISV organisiert wird. In diesem Jahr haben sich nicht weniger als 116 Spielerinnen und Spieler in drei Kategorien für das 7-rundige Turnier eingeschrieben. In der stärksten Kategorie A begegnen sich 28 Schachspieler mit mehr als 1800 Elo-Punkten an den Brettern. Darunter sind auch zwei ausländische Grossmeister und ein einheimischer Internationaler Meister. In der Kategorie B (zwischen 1600 und 1800 Elo-Punkten) spielen 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der zahlenmässig stärksten Kategorie C (bis 1600 Elo) spielen 52 Schachspielerinnen und Schachspieler um die Punkte und um eine gute Rangierung.

In der Kategorie A wurden die ersten fünf der Startliste in der 1. Runde ihrer Reputation gerecht und gestalteten ihre Startpartie erfolgreich. Auffällig waren die Siege von Boris Glanzmann und Mateo Jaggy sowie die Startniederlage von Routinier Hans Speck.

In der 2. Runde am Morgen des 1. Novembers setzten sich die topgesetzten Spieler deutlicher durch als in der Startrunde. Die Ausnahme lieferte Moritz Valentin Collin, der schon vor einem Jahr am gleichen Turnier für Furore sorgte, als er als 12-jähriger das C-Turnier auf dem Rang 2 beendete. Dieses Jahr startet er in der Kategorie A und erspielte sich in den ersten beiden Partien 1,5 Punkte. Die 3. Runde stutzte aber auch ihm ein bisschen die Flügel. Bemerkenswert aus der 3. Runde ist der Sieg von IM Roger Moor gegen den GM Nikolay Legkj, der doch in der Startliste um mehr als 100 Elo-Punkte vor Roger rangiert war.

Grundsätzlich könnte die 3. Runde als Rückkehr zur Normalität bezeichnet werden, wären da nicht die überraschenden Siege von Matteo Jaggy und Matthias Mattenberger, die ihre elostärkeren Gegner bezwingen konnten.

Die 4. Runde kann eine mögliche Vorentscheidung im Kampf um die Krone des Innerschweizer Schachmeisters in der höchsten Kategorie bringen.

In der Kategorie B konnten sich, genau wie in der Kategorie A, in den ersten drei Runden nur 3 Spieler das Punktemaximum auf ihrem Konto gutschreiben lassen. Die 4. und 5. Runde von heute Samstag (2.11.) wird dazu dienen, die beste Ausgangslage für die Podestplätze zu erspielen.

In der Kategorie C fällt die grosse Beteiligung der jüngsten Schachspielerinnen und Schachspieler auf. In dieser Kategorie sind mehr als ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Jahrgang 2000 und jünger eingeschrieben. Sie haben sich sehr gut vorbereitet präsentiert und auch routinierten älteren Spielern das Schachleben schwer gemacht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Routinier Herbert Meier und der junge Raoul Sidler von der Spitze der Zwischenrangliste grüssen. Heute werden sie am Brett1 die Klingen kreuzen. Dahinter hofft ein Sextett in Lauerstellung auf eine erfolgreiche 4. Runde.

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